Vietnam 2017 – 05.03.2017, Chillen und Luft holen 

  1. Sandra hat ja Großartiges geleistet, ich hab mich gerade auf den letzten Stand im Blog gebracht und bin begeistert. Der heutige Tag war weniger ereignisreich, so ist Zeit für Rückblick und Dank: Für die Ha Long Tour, die war sooo schön und für mich das erste Mal, so zu genießen, zu zweit, in einer wunderschönen Umgebung und mit einer tollen Unterkunft, und alles war darauf eingestellt, dass es uns gut geht! Und an Sandra, die den Anstoß zu einer Reise gab, die für mich viel mehr ein uralter Traum war, den ich schon lange abgeschrieben hatte, und so zauberhaft organisiert und geregelt hat: Ja richtig, viele Entscheidungen haben wir gemeinsam getroffen, aber so viele Anregungen kamen von ihr, und Vorschläge, wie es denn gehen könnte… dafür meinen innigsten, wärmsten Dank. Nun hat sie auch noch mit dem Blog die Latte ganz hoch gehängt, ich bin allerdings auf die Bilder stolz, die teils von mir kommen. 
  • Nachtrag: Ich fühlte mich gestern bemüßigt, eine „Chronologie der vietnamesischen Geschichte“ zu kaufen, in einem der Shops in der Kaiserstadt. Nun weiß ich, dass eine allmächtige Schildkröte mit ihrem Zauberschwert zu der Gründung des Staates beigetragen hat, für ein Geschichtsbuch eine interessante Variante, aber so süß…. 
  • Nachtrag 2: Ich muss weiterlesen. Offensichtlich ist die Geschichte der Vietnamesen eine Geschichte des Krieges gegen chinesische Reiche aller Arten, und Guerilla-Kampf konnten die schon vor 1500 Jahren; die USA hätten sich die Leute und ihre Geschichte anschauen sollen, dann wäre viel Leid vermieden worden. 

2. Heute haben wir lange geschlafen, und kamen zu spät zum Frühstück. 

Das war aufregend. In einem gehobenen Hotel mit vier Sternen gab es schon ein wenig Käse und Brot und so, aber die Musik spielte zu 90% vietnamesisch. Von Maniok-Küchlein bis zu gesalzenen Enteneiern und einigen Sachen, die ich nicht kannte, alles war da, und natürlich: Pho, die wunderbare Suppe, immer anders und immer toll. Dann sind wir losgestrüntelt (Lukas Wortschöpfung, immer wieder schön). 


Wir wollten nur ein bißchen gucken und Kaffee trinken und entspannen. Wir mußten etliche Einladungen in eines der Boote ausschlagen, just one hour, klar, aber wir wollten nicht. Wir haben dann entdeckt, dass wir bei der Überwindung der Straßen unglaublich gut sind, den Feind immer im Blick, und der zeígt uns dann, ob er seine Geschwindigkeit drosselt, Gas gibt, oder sogar die Richtung ändert, um eine Kollision zum beiderseitigen Nachteil zu vermeiden. 

Wir haben gesehen, wie die ersten Straßenstände zum Kochen eingerichtet werden, um 11 Uhr wirds ja auch Zeit. Dann haben wir zwei Badetücher im Hotel gekauft, zur großen Rührung des Mannes an der Rezeption. Am Bahnhof waren wir uns lange nicht sicher, wo es zum Zug geht, aber am Ende saßen wir, mit Bordfernsehen und später einem Angebot für Getränke und Essen, Reis mit Gebratenem und Brühe aus Kohl, glaubten wir. Ich hatte den Fensterplatz: Das ist wohl eine recht wohlhabende Region, mit viel Reis, Rindern (da sind sie also, wenn sie nicht in der Suppe schwimmen) , und Enten, hier sind sie weiß  und schwimmen ganz munter herum. Am Bahnhof nach dem Aussteigen das gewohnte Bild: Nebeneinander sechs Stände mit dem identischen Angebot von Gebratenem, sehr lecker sicher. Aber unser Fahrer wartete. Sandra war etwas irritiert. Wir hatten ihn kurz auf dem Weg zum Auto verloren und sie hatte die Filme mit 007 im Kopf, wo sich die Türen nicht mehr öffnen lassen und – ihr wißt schon. Aber nun sind wir in einem schönen Hotel in der Pampa, wo Höhlen-Begeisterte und andere es sich gut gehen lassen (haha: Sandra will mich als Wolfgang Petri-Fan outen, weil ich seit Tagen immer wieder HöhleHöhleHöhle singe.) Sandra dient der Schonung des Weltklimas und der Hunde des Landes mit dem Verzehr einer Prawn-Vorspeise und einer Prawn-Hauptspeise, ich habe die unvermeidliche Suppe gegessen und Huhn mit Cashewnüssen, und wir haben erstmals einheimischen Wein getrunken. Da kann noch ein wenig mehr Charakter dran, aber das kann man gut trinken. Bald wird ein Aussteiger-Önologe aus der alten Welt oder Australien sich in dieses Land verlieben, und Wein können sie dann auch, wie so Vieles, die vielen fleissigen, freundlichen, lieben Menschen hier. 

Nun wollen wir noch ein bißchen umpacken und alles klar machen für das Abenteuer der nächsten beiden Tage. Viele Kilometer durch den Wald und Campen in einer der größten Höhlen der Welt, mehr geht ja nicht, HöhleHöhleHöhle…….

Ein Gedanke zu „Vietnam 2017 – 05.03.2017, Chillen und Luft holen “

Hinterlasse einen Kommentar