Uganda 2018 – „The Big Five“ sind komplett!!!

Unsere Unterkunft ist eine Lodge, die alles hält, was der Name verspricht. Im Buschcamp gibt es nur Solarstrom. Die Aussenduschen hinter den Cottages werden gespeist aus schwarzen Plastiktonnen, die ausschliesslich durch die Sonne erwärmt werden. Durch einen Gartenschlauch fliesst das Wasser dann in die Brause. Geschlafen wird in zeltähnlichen „Gebäuden“. Die Wände und die Decke sind aus Canvas, die Fenster aus Moskitonetz. Die Toilette steht über einem Eimer, statt Spülung wird Späne aufgestreut.

Wieder sind wir früh unterwegs um im Queen Elizabeth Nationalpark – dem zweitgrößten Park das Landes – die Tiere zu beobachten. Nach den Erlebnissen im Murchison Park sind wir etwas verwöhnt und sonst die morgendliche Stimmung zwar schön, die Tierauswahl aber nicht so spektakulär, wie wir es schon erleben durften. Dann aber entdecken wir Nilpferde in der offenen Savanne auf dem weg zu einem Wasserloch. Dort angekommen, streiten sich zwei riesige Männchen um ein relativ gelangweilt von dannen ziehendes Weibchen.

Damit hat sich auch dieser Tag schon wieder gelohnt, aber ein weiteres absolutes Highlight sollte folgen. Denn von den „Big Five Afrikas“ (Elefant, Büffel, Nashorn, Leopard und Löwe) fehlt uns nur noch der Löwe. Noel, der selbst fünf Jahre lang in diesem Park als Ranger arbeitete, kennt jeden Winkel und weiß eigentlich wo die Tiere zu finden sind, heute jedoch ohne Erfolg. Den entscheidenden Tipp gibt per Telefon ein anderer Guide, er hat drei Löwen entdeckt und schon macht sich Noel auf den Weg. Und wir kommen rechtzeitig, die drei Löwinnen liegen in einem Gebüsch (wir hatten vorher die ganze Zeit im hohen Gras und auf Bäumen gesucht), eine der Damen bist sich dann sogar die Ehre und geht kurz vor unserem Wagen spazieren.

Christoph und ich stellen beide fest, dass wir Löwen bisher eher mäßig spannend fanden, so in freier Wildbahn ist es aber doch ein tolles Erlebnis.

Den Nachmittag verbringen wir auf einem Boot. Zwei Stunden lang schippern wir über den Kazinga-Kanal, der mitten im Nationalpark den Lake George mit dem Albert Lake (von dem ein Großteil bereits zum Kongo gehört) verbindet. Und obwohl wir nun schon viele Elefanten, Nilpferde und Büffel gesehen haben, so ist es doch immer wieder atemberaubend, wie diese Tiere in großen Gruppen hier am Wasser pausieren und baden. Immer wieder denke ich, dass mich mal jemand kneifen muss, damit ich wirklich glaube, was ich hier sehe.

Glücklich und müde gehts zurück in unser Camp. Beim Abendessen ist es, wie immer, schon dunkel. In der Mitte des Lagerplatzes brennt ein großes Feuer und unsere Tische sind lediglich mit Öllampen beleuchtet. Diese gemütliche Atmosphäre lockt auch ein Nilpferd an, dass nur wenige Meter hinter unserem Tisch grasend vorbeitrottet, tiefenentspannt und lediglich am nächsten saftigen Grasbüschel interessiert.

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