Vietnam 2017 –  einfach atemberaubend – 02.März an Bord der L’Amour 3


OK, dass die Ha Long Bucht und die direkt anschließende Bai Tu Bucht wunderschön sind, wusste ich vorher, ABER….. DAS hatte ich nicht erwartet! Diese unzähligen kleinen und größeren, mit knallgrünem Dickicht bewachsenen, von Meer und Wind in bizarre Formen geschliffenen Inselchen sind unfassbar schön. 


Manche Felsformation erinnert an Seychellen, der Stein ist ebenso schwarz, nur nicht so hart wie der seychellische Granit. In anderen Ecken sieht es fast aus, wie in einem norwegischen Fjord, so hoch und steil ragen die Felsen auf, nur der Palmen- und Bambusbewuchs passt nicht nach Norwegen. 


Sobald man die großen Wasserstraßen, die durch die Bucht führen verlässt, umgibt einen türkisblaues Wasser und alles gleicht einer Filmkulisse für „Herr der Ringe“ oder für die Schlusssequenz eines „James-Bond“ – Streifens, wenn die Bösen vernichtet sind und sich James mit irgendeiner Schönheit vergnügt.


Diese wunderschöne Landschaft dann auch noch so genießen zu dürfen wie wir, ist ein wirklich einmaliges Erlebnis und es fühlt sich an, wie Honeymoon ohne den Heiratsstress davor und den Danksagungskartenstress danach 🙂


Unser Boot ist praktisch dreigeteilt: Das hintere Drittel belegt die Crew (Schlafkabinen, Küche und Führerstand), im Mittelteil ist unsere Kabine samt Badezimmer und einem kleinen Innensitzplatz (obendrauf thront das Sundeck) und im vorderen Drittel steht der Esstisch und die Liegen, von denen aus man die vorbeiziehende Natur geniessen kann.
So, nun aber der Reihe nach: 

Gestern nach unserer Ankunft am Hafen und einer extrem gut organisierten und reibungslosen Abwicklung wurden wir an Bord begleitet von Tao, unserem Guide für die nächsten zwei Tage. Sein Englisch ist nicht das das Beste, aber er ist wirklich reizend und hat viel schelmischen Witz. An Bord werden wir versorgt, nein eher umsorgt von drei weiteren guten Geistern, dem Kapitän, seinem Mechaniker und einem Koch, der sich sichtlich freut, wenn’s schmeckt und das tut es bei jeder Mahlzeit. 


Kaum abgefahren gab es erstmal ein 7( in Worten SIEBEN)-gängiges Lunch aus lauter kleinen leckeren Schweinereien. Anschließend mussten wir uns ein Weilchen ausruhen, bevor Tao mit uns die erste Runde im Seekayak gedreht hat. Ein schöner Ausflug, auch wenn Christoph und ich noch leichte Abstimmungsprobleme beim Paddeln haben :-). 


Dafür haben wir an einem kleinen Strand Halt gemacht und dort ein paar Muscheln gesucht und uns von den Sandflies jagen lassen. Darauf folgte – natürlich – ein weiteres Päuschen, bevor wir mit einem Gin Tonic den Abend und das hervorragende x-gängige Dinner einleiten durften. Nach einem Plausch mit Tao, der in wenigen Tagen das erste Mal Vater wird, über Vietnam und die Veränderungen in diesem Land lagen wir für unsere Verhältnisse richtig früh in unserer gemütlichen Kabine. Nur blöd, dass wir die Heizung nicht verstanden haben, denn so wurde es heute Nacht doch ziemlich frisch (Hier ist halt noch Frühling und der Tag war durchweg grau und diesig)


Geweckt wurden wir von strahlendem Sonnenschein und wie schon immer auf den Seychellen, ist Christoph ganz früh aus dem Bett gekrochen und hat den Tagesbeginn an der frischen Luft mit Kaffee, Buch und Kamera begonnen. Ich habe bis 8 geschlafen und wurde mit einem Tee am Bett geweckt! DAS ist Urlaub!! 


Vietnamesische Hühnerbrühe mit fein geschnittenem Fleisch und viel Zitronengras geht auch schon zum Frühstück! So gestärkt haben wir unsere Reise fortgesetzt um in einer anderen Bucht erneut in die Kayaks zu steigen, diesmal für eine größere Runde. Nach unserer Rückkehr wurde unser Boot von einer Fischersfrau angesteuert, die vom Boot aus ihren Familienfang anbot. Christoph – geistesgegenwärtig wenn es um gutes Essen geht, hat ihr spontan ein paar Riesengarnelen, Langusten und Hummer abgekauft. 


Die erste Hälfte wurde uns dann sozusagen als Aperitiv zum Lunch angeboten. Das fand im Anschluss dann nämlich auf einem kleinen Strand statt und bestand aus einem, erneut 7-gängigen Barbecue mit Crevetten, Fischspiesschen, Fleisch und Hühnchen, ausserdem Salat und gebratenem Reis. Dort, an einem eingedeckten Tischchen unter einem Sonnenschirm, Mittag zu essen war unfassbar dekadent und ebenso wild romantisch und schön!


Christoph war sogar noch so tapfer, dass er ins ziemlich frische Wasser gesprungen ist, während ich mich lieber auf einem großen Stein am Strand geräkelt habe :-). ich hab’s ja bekanntlich nicht so mit kühlem Wasser.

Zurück an Bord – wie sollte es anders sein – ausruhen, diesmal auf dem Sundeck. Wir sind beide tief und fest eingeschlafen, was man unserer Haut heute Abend auch ein bißchen ansieht, denn die Sonne hat heute wirklich ganze Arbeit geleistet und uns damit die Ha Long Bay nochmal in einem ganz anderen Licht als gestern gezeigt, weniger mystisch, dafür noch tropischer und grüner.


Fortsetzung folgt…..

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